
Im Mittelpunkt der Serie steht die Familie Wilson mit den Kindern Annie und Dixon. Die Wilsons ziehen von Kansas nach Beverly Hills, Los Angeles, weil sich der Vater Harry um seine Mutter kümmern will, die ein Alkoholproblem hat. Annie und Dixon gehen auf die fiktive West Beverly Hills High School, an der Harry Direktor wird, was für Dixon und Annie nicht sehr leicht wird.
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Originaltitel: Produktionsland: Originalsprache: Länge: Sataffeln/Episoden: Genre: Idee Erstausstrahlung: Hauptbesetzung: |
90210 USA Englisch 40min 5 Staffeln/103+ Episoden Drama, Jugendserie Gabe Sachs, Jeff Judah 02.09.08 auf CW Shenae Grimes, Tristan Wilds, AnnaLynne McCord, Jessica Stroup, Michael Steger, Jessica Lowndes, Matt Lanter |
Nachdem die TV-Serie „Beverly Hills 90210“ in den 1990er Jahren enormen Erfolg feierte und als eine der beliebtesten Fernsehserien in die Geschichte eingegangen sein dürfte, kehrt nun eine neue Generation der coolsten Boys & Girls des bekannten Highsociety-Domizils zurück auf unsere Bildschirme. Waren es in der Vorgängervariante noch die Zwillinge Branda und Brandon Walsh, die die Serie durch einen Umzug in den Stadtteil mit der berühmtesten Postleitzahl eröffnen durften, sind es nun die Geschwister Annie und Dixon Wilson, die diesen Schritt gehen. Was nicht nach sonderlich viel Einfallsreichtum klingt, entpuppt sich zunächst auch als recht unspektakulär. Ähnlich wie schon bei „Beverly Hills 90210“ begeben sich die Reichen und Schönen auf eine turbulente Reise durch den Alltag an der West-Beverly-High. Allerdings sind wir in der Zeit nun einige Jahre vorangeschritten. Es sind nicht mehr nur die kleinen, harmlosen Problemchen, mit denen sich die Teenager rumschlagen müssen. Neben viel Herzschmerz und Gefühlschaos, geht es in „90210“ auch oftmals richtig ans Eingemachte. Wir leben im Zeitalter in dem ‚cool sein‘ alles bedeutet, in dem Drogen einen festen Platz im Alltag eingenommen haben und in dem die Kids unter enormem Erfolgsdruck stehen. Bei all dem Drama, das diese Themen kontinuierlich verursachen, kann sich die erste Staffel „90210“ allerdings nur schwer davor schützen, einen Soap-Charakter angeheftet zu bekommen. Eine kleine Katastrophe jagt die nächste; überraschen können die sehr oberflächlich konstruierten Handlungsverläufe nur in den seltensten Fällen. Zudem bleiben die wirklich großen Serien-Höhepunkte weitestgehend aus. Die zahlreichen kleinen Katastrophen werden schnell aufgelöst – ein mitfiebern im großen Stil wird dem Zuschauer daher nicht vergönnt. Dennoch hat „90210“ seinen Charme. Wer sich schnell und unkompliziert unterhalten lassen will, dürfte durchaus seinen Spaß mit der Kopie der ehemaligen Kultserie „Beverly Hills 90210“ haben. Schnell findet man sich in der Welt der Teenager ein und schließt die verwöhnte Rasselbande in sein Herz. Über den Sinn oder auch Unsinn der Dialoge und Handlungsabläufe sollte man sich allerdings nicht den Kopf zerbrechen. „90210“ ist extrem amerikanisch: extrem übertrieben, extrem dramatisch und eben auch extrem oberflächlich.
Wer die Vorgängerserie „Beverly Hills 90210“ kannte und mochte, sollte von der hippen Variante des 21. Jahrhunderts die Finger lassen. Altbekannte Handlungsabläufe wurden schamlos kopiert und uncharmant neuinterpretiert. Alle anderen, die nichts gegen Herzschmerz und Kummer-Serien einzuwenden haben und ab und an ein Auge zudrücken können, dürften aber einige unterhaltende Filmminuten mit den Kids aus „90210“ verleben.

