Mittwoch, 6. Februar 2013


In der Serie Revenge geht es um Amanda Clarke, die unter dem Namen Emily Thorne unerkannt an den Ort ihrer Kindheit in den mondänen Hamptons zurückkehrt, um ihr zerstörtes Familienglück zu rächen. Denn nachdem die einflussreichen Victoria und Conrad Grayson ihren Vater für ein Verbrechen verantwortlich machten, dass sie selbst begangen hatten, landete Emily Thorne im Pflegeheim und ihr geliebter Vater im Gefängnis. Nach seinem Tod ist Emily entschlossen, die Hintermänner des Komplotts um ihren Vater zu zerstören - koste es, was es wolle.

  Originaltitel:
Produktionsland:
Originalsprache:
Länge:
Sataffeln/Episoden:
Genre:
Idee
Erstausstrahlung:
Hauptbesetzung:



Revenge
USA
Englisch
45min
2 Staffeln/34+ Episoden
Drama, Krimi
Mike Kelley
21.09.11 auf ABC
Madeleine Stowe, Emily VanCamp, Gabriel Mann, Henry Czerny, Ashley Madekwe, Nick Wechsler, Joshua Bowman, Christa B. Allen, Connor Paolo

Die Serie handelt von einer schwerreichen, jungen Frau, die nur ein Ziel hat: den Tod ihres Vaters zu rächen. Das tut sie in sexy Cocktailkleidern oder luftig-leichten Strandoutfits. Denn der Ort ihrer Rache sind die Hamptons, wo reiche New Yorker ihre prachtvollen Ferienhäuser haben. Hier hat sie als Kind selber ihren Sommer verbracht, bis ihr Vater eines Tages verhaftet wurde, reingelegt von seinen vermeintlichen Freunden, die unbehelligt davonkamen und sich immer noch auf den Hamptons die Zeit vertreiben: bei Charity-Veranstaltungen, Polo-Spielen oder mit schmutzigen Geschäften. Auf die hat es Amanda Clarke abgesehen. Bloss nennt sie sich inzwischen Emily Thorne, denn niemand soll wissen, dass sie David Clarkes Tochter ist.
Umso ratloser lässt einen die Pilotfolge zurück. Sie beginnt mit einer gehobenen Verlobungsparty und einem Erschossenen am Strand. Offenbar hat es Emily alias Amanda geschafft, sich den reichen Sohn der intriganten «Königin der Hamptons» Victoria zu angeln. Wie, wird nun nach und nach aufgerollt, denn nach der Verlobungsparty geht es fünf Monate in die Vergangenheit, zum Moment, als Emily in den Hamptons aufgetaucht ist und sich ein gediegenes Strandhaus gekauft hat. Auch verschiedene Flashbacks von Amandas Kindheit werden eingestreut, kombiniert mit Videos aus dem Prozess gegen ihren Vater, die sich Emily alias Amanda immer und immer wieder auf ihrem Laptop anschaut. Erste Racheopfer findet die junge Frau schnell.
Dranbleiben oder nicht? Die Pilotfolge zumindest vermag nicht vollständig zu begeistern. Zu diffus und gleichzeitig zu plump wirkt sie. Allerdings sind Pilotfolgen fast immer übermotiviert, weil alle Hauptcharaktere vorgestellt und auch der rote Faden gesponnen werden muss. Dass «Revenge» in verschiedenen Zeiten und Orten spielt, macht diese Aufgabe etwas schwierig. Meist legt sich die Aufregung nach ein, zwei Folgen. Soapaffine Frauen sollten ebenfalls dranbleiben, denn es zeichnet sich bereits in der ersten Folge ein romantisches Drama ab, lebt doch Amandas Jugendliebe Jack in den Hamptons. Er erkennt sie bloss nicht.
Die Freunde attraktiver Frauen in glamouröser Umgebung kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Emily VanCamp verkörpert die auf Rache sinnende Amanda perfekt: unschuldig, verletzlich und tough zugleich. Ihre starke Gegenspielerin Madeleine Stowe alias Victoria ist ein attraktives Biest, und das ehemalige Topmodel Amber Valletta ist in einer nicht minder fiesen Nebenrolle zu sehen. Die männlichen Darsteller in «Revenge» bleiben vorerst blass, sie sind triebgesteuert und schwach. Ausser Jack, der eine Schwäche für Emily und ein Boot namens Amanda hat. Und schliesslich spricht fürs Dranbleiben, dass uns die amerikanischen Kritiker eine Steigerung versprochen haben: Christine Orlando von TV Fanatic kommentierte die fünfte Folge mit den Worten: «Revenge took things to a whole new level this week.» Durchhalten scheint sich also zu lohnen.





Dienstag, 5. Februar 2013


Die Serie handelt zu Anfang von einer Gruppe Teenager einer New Yorker Elite-Schule, und ihrem Umfeld. All ihre Handlungen, Fehler und Gerüchte um sie werden von der anonymen New Yorker Bloggerin Gossip Girl berichtet und kommentiert. Es geht um Konflikte zwischen Eltern und ihren Kindern, zwischen reich und weniger reich und um Themen wie Freundschaft, Intrigen, Liebe, Sex, Eifersucht, Depression, Alkohol und Drogen. Im Mittelpunkt der Serie stehen Serena van der Woodsen und ihre beste Freundin Blair Waldorf.

  Originaltitel:
Produktionsland:
Originalsprache:
Länge:
Sataffeln/Episoden:
Genre:
Idee
Erstausstrahlung:
Hauptbesetzung:



Gossip Girl
USA
Englisch
44min
6 Staffeln/121 Episoden
Drama, Jugendserie
Josh Schwartz, Stephanie Savage
18.09.07 auf CTV
Blake Lively, Leighton Meester, Penn Badgley, Chace Crawford, Ed Westwick, Taylor Momsen, Kelly Rutherford, Matthew Settle, Kaylee DeFer

“Good Morning, Upper Eastsiders, Gossip Girl here, your one and only source into the scandalous life of Manhattan’s Elite”. So beginnt seit nun schon fünf Staffeln jede Episode von “Gossip Girl”. 2007 rief der Schöpfer von „O.C., California“, Josh Schwartz, die äußerst erfolgreiche Serie ins Leben, welche auf den Büchern von Cecily von Ziegesar basiert.
„Gossip Girl“ dreht sich um das privilegierte Leben der jungen Elite Manhattans, welche die teuersten Privatschulen und später auch nur angesehene Universitäten besucht. Mommy und Daddy sind so reich, dass auch der dekadenteste Wunsch ihrer Sprösslinge immer erfüllt wird. Im Fokus stehen Parties, Aussehen und vor allem der soziale Rang. Auf diesen hat vor allem „Gossip Girl“ Einfluss – eine unbekannte Bloggerin, welche unter diesem Synonym jedes Geheimnis lüftet und die gesamte Upper Eastside via Handy informiert. „Gossip Girl“ ist allgegenwärtig und bekommt ihre Hinweise von allen Seiten – oft aus Rache oder auch nur aus purer Genugtuung andere zu demütigen.
Die größten Opfer (des Öfteren jedoch auch Nutzer) dieses virtuellen Mobbings sind Serena, Blair, Chuck und Nate, sozusagen die „angesagteste Clique“ der Schule und später im New Yorker Society-Leben. Dazu stoßen schließlich noch die Außenseitercharaktere Dan und Jenny, welche finanziell unterprivilegiert sind, da ihr Vater „nur“ ein Loft in Brooklyn, sowie eine Kunstgalerie besitzt – eindeutig zu wenig im Vergleich zu haute couture und eigenen Limousinen, inklusive Fahrer, welche die anderen Teenager genießen. Das Karussell der Darsteller rotiert immer in seiner Konstellation und Wichtigkeit. So stehen in jeder Staffel auch immer die Beziehungen der Eltern im Vordergrund, beispielsweise durch Tod, Affären oder geschäftliche Angelegenheiten. Ebenso tauchen immer wieder neue weibliche Akteure auf, welche oft für Furore sorgen, indem sie ebenso intrigant sind, wie die Hauptdarstellerinnen Serena und Blair, mit männlichen Protagonisten anbändeln oder doch glatt mal wieder mit jemandem verwandt sind! Sozialer Auf- und Abstieg, Intrigen, gefährliche Liebschaften, explosive Freundschaften und das Streben nach beruflichem Erfolg stehen auf der Tagesordnung und durchziehen das Handlungsnetz von „Gossip Girl“. Rückblickend auf die letzten Staffeln lässt sich feststellen, dass nahezu jeder Protagonist schon eine Liaison mit allen anderen Charakteren (zumindest den nicht gleich geschlechtlichen) durchlebt hat. Auch werden keine Tabuthemen ausgespart – Homosexualität, Drogenmissbrauch, Depressionen, Armut und Erpressung sind alle Teil des „Gossip Girl“-Konzepts.
Ein wichtiger Faktor, der definitiv nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die ständige Präsenz von hochaktueller und meist ebenso umwerfender Mode, sowie dem Leben auf der Upper Eastside. Egal wann und wo, die Charaktere sind selbst zum Schlafen gehen besser gestylt, als so mancher Normalsterbliche. Stadtvillen, Penthouses oder die größten Suiten von 5-Sterne-Hotels sind in dieser Welt ebenso gang und gäbe, wie bei uns das Salz zum gekochten Frühstücksei. Vor allem viele Frauenmagazine (wie beispielsweise „In“, u.a.) titeln nun, dass „Gossip Girl“ das neue „Sex and the City“ sei. Aber ist diese Aussage wirklich zutreffend? Wir erinnern uns kurz: vier fabelhafte und komplett verschiedene (ab und an) Single-Frauen erobern Manhattan mit Witz, Charme und massenhaft Manolo Blahniks. Jede der vier repräsentiert einen Frauentyp – von der konservativen Ehefrau bis zur Hure (Sorry, Samatha!), von pragmatisch und emanzipiert bis zu romantisch und ewig nach der großen Liebe suchend. Neben dem Finden nach Liebe (oder Sex!) steht auch das starke Band der Freundschaft im Fokus. Carrie, Samantha, Miranda und Charlotte stehen sowohl die guten, wie auch die schlechten Zeiten durch – Hochzeit und Scheidung, Krankheit und Gesundheit, Vogue-Shooting und Schuhdiebstahl.
Sollen unsere vier Liebling-New-Yorkerinnen nun also durch eine dekadente Teenie-Horde ersetzt werden? Falsch! „Gossip Girl“ mag „Sex and the City“ vielleicht in einigen Aspekten ähneln, spricht jedoch eine andere Zielgruppe an. Mit dem „Gossip Girl“-Hype ist spätestens ab Ende 20 Schluss, während „Sex and the City“ auch ältere Frauen noch anspricht. Man kann einfach keine Serie mit voller Passion verfolgen, wenn die Darsteller so jung, wie die eigenen Kinder sind. Auch sind die Schwerpunkte der Serien doch sehr verschieden. „Gossip Girl“ setzt sich zwar auch intensiv mit der recht schwierigen Freundschaft der beiden Hauptdarstellerinnen Blair und Serena auseinander, doch diese unterscheidet sich stark zu der Freundschaft von erwachsenen Frauen. So würden Carrie und Co. vermutlich niemals mit dem Partner einer Freundin schlafen, sie in einem Brunnen stoßen oder fiese Gerüchte an Internet-Bloggerinnen senden.
Die Charaktere in "Gossip Girl" entwickeln sich erst noch, in der ersten Staffel stecken sie außerdem sehr stark in der Pubertät und agieren dementsprechend auch noch weit infantiler. Schule und Status sind Themenkorridore, die für SATC jedoch ganz fremd sind. Ebenso fehlt bei „Gossip Girl“ der kritische, und teilweise auch selbstfindende Gedanke, welcher in „Sex and the City“ eine zentrale Rolle spielt und durch Carries Kolumne zum Ausdruck kommt. Selbstreflexion ist kein ausgeprägter Zug der „Gossip-Girl“-Charaktere. Beziehungen kommen und gehen (oder verlaufen parallel), das Leben an der Upper Eastside nimmt trotzdem seinen Lauf… Direkte Verknüpfungen zwischen „Sex and the City“ und „Gossip Girl“ sind nur der Drehort Manhattan und der auffällige Kleidungsstil der Akteure. Setzte bei „Sex and the City“ noch Patricia Field die Damen gekonnt in Szene, kümmert sich am Set von „Gossip Girl“ ihr ehemaliger Assistent Eric Daman um die unglaublichen Looks der Darsteller. „Gossip Girl“ ist in vielerlei Hinsicht einfach nicht mit „Sex and the City“ vergleichbar, übt aber trotzdem für viele junge Frauen einen sehr starken Reiz aus. Was ist es, das eine Abhängigkeit nach dieser Serie schafft?
Nun, ich tippe, es ist vor allem der Neid. Die wunderschön geschaffene Serienwelt zieht jeden in seinen Bann und man würde sicherlich ein paar Intrigen in Kauf nehmen, nur um Teil des großen Abenteuers zu werden. Der Erzählstil der Handlung ist locker und dennoch fesselnd, Amüsement wird vor allem in Englischen durch gekonnte Wortspiele geschaffen. So nennt Blair ihren on/off-Lover Chuck Bass auch gerne mal „Bass-tard“, „Basshole“ oder „Motherchucker“. Alles in allem bietet „Gossip Girl“ endlich wieder eine spannende Serie für junge Menschen, was vor allem auch daran liegen mag, dass „O.C., California“-Schöpfer Josh Schwartz die Finger im Spiel hat. Natürlich ist es kein „Sex and the City“, aber das sollte man auch nicht erwarten, da „Gossip Girl“ in einer vollkommen anderen Generation und Ebene angesiedelt ist.
Fazit: Wer Lust auf Intrigen und dunkle Geheimnisse hat, ist an der Upper Eastside genau richtig! You know you love me. Xoxo, Gossip Girl.







Im Mittelpunkt der Serie steht die Familie Wilson mit den Kindern Annie und Dixon. Die Wilsons ziehen von Kansas nach Beverly Hills, Los Angeles, weil sich der Vater Harry um seine Mutter kümmern will, die ein Alkoholproblem hat. Annie und Dixon gehen auf die fiktive West Beverly Hills High School, an der Harry Direktor wird, was für Dixon und Annie nicht sehr leicht wird.

  Originaltitel:
Produktionsland:
Originalsprache:
Länge:
Sataffeln/Episoden:
Genre:
Idee
Erstausstrahlung:
Hauptbesetzung:



90210
USA
Englisch
40min
5 Staffeln/103+ Episoden
Drama, Jugendserie
Gabe Sachs, Jeff Judah
02.09.08 auf CW
Shenae Grimes, Tristan Wilds, AnnaLynne McCord, Jessica Stroup, Michael Steger, Jessica Lowndes, Matt Lanter

Nachdem die TV-Serie „Beverly Hills 90210“ in den 1990er Jahren enormen Erfolg feierte und als eine der beliebtesten Fernsehserien in die Geschichte eingegangen sein dürfte, kehrt nun eine neue Generation der coolsten Boys & Girls des bekannten Highsociety-Domizils zurück auf unsere Bildschirme. Waren es in der Vorgängervariante noch die Zwillinge Branda und Brandon Walsh, die die Serie durch einen Umzug in den Stadtteil mit der berühmtesten Postleitzahl eröffnen durften, sind es nun die Geschwister Annie und Dixon Wilson, die diesen Schritt gehen. Was nicht nach sonderlich viel Einfallsreichtum klingt, entpuppt sich zunächst auch als recht unspektakulär. Ähnlich wie schon bei „Beverly Hills 90210“ begeben sich die Reichen und Schönen auf eine turbulente Reise durch den Alltag an der West-Beverly-High. Allerdings sind wir in der Zeit nun einige Jahre vorangeschritten. Es sind nicht mehr nur die kleinen, harmlosen Problemchen, mit denen sich die Teenager rumschlagen müssen. Neben viel Herzschmerz und Gefühlschaos, geht es in „90210“ auch oftmals richtig ans Eingemachte. Wir leben im Zeitalter in dem ‚cool sein‘ alles bedeutet, in dem Drogen einen festen Platz im Alltag eingenommen haben und in dem die Kids unter enormem Erfolgsdruck stehen. Bei all dem Drama, das diese Themen kontinuierlich verursachen, kann sich die erste Staffel „90210“ allerdings nur schwer davor schützen, einen Soap-Charakter angeheftet zu bekommen. Eine kleine Katastrophe jagt die nächste; überraschen können die sehr oberflächlich konstruierten Handlungsverläufe nur in den seltensten Fällen. Zudem bleiben die wirklich großen Serien-Höhepunkte weitestgehend aus. Die zahlreichen kleinen Katastrophen werden schnell aufgelöst – ein mitfiebern im großen Stil wird dem Zuschauer daher nicht vergönnt. Dennoch hat „90210“ seinen Charme. Wer sich schnell und unkompliziert unterhalten lassen will, dürfte durchaus seinen Spaß mit der Kopie der ehemaligen Kultserie „Beverly Hills 90210“ haben. Schnell findet man sich in der Welt der Teenager ein und schließt die verwöhnte Rasselbande in sein Herz. Über den Sinn oder auch Unsinn der Dialoge und Handlungsabläufe sollte man sich allerdings nicht den Kopf zerbrechen. „90210“ ist extrem amerikanisch: extrem übertrieben, extrem dramatisch und eben auch extrem oberflächlich.
Wer die Vorgängerserie „Beverly Hills 90210“ kannte und mochte, sollte von der hippen Variante des 21. Jahrhunderts die Finger lassen. Altbekannte Handlungsabläufe wurden schamlos kopiert und uncharmant neuinterpretiert. Alle anderen, die nichts gegen Herzschmerz und Kummer-Serien einzuwenden haben und ab und an ein Auge zudrücken können, dürften aber einige unterhaltende Filmminuten mit den Kids aus „90210“ verleben.